Welche Waschprogramme sollte eine gute Waschmaschine haben?

Bergstroem WaschmaschinenWaschmaschinen sind heutzutage nicht einfach nur energieeffizient oder mit modernen Technologien ausgestattet. Sie bieten zudem eine große Vielfalt an verschiedenen Programmen, um sich perfekt auf die einzelnen Materialien der Kleidungsstücke einzustellen. Doch werden Programme für Jeans, Blusen, Bettwäsche, Wolle und Co. auch tatsächlich benötigt oder sind diese Programme im Alltag eher zu vernachlässigen? Wir verraten es Ihnen!

Die Standard-Programme

Welche Waschprogramme sollte eine gute Waschmaschine haben?Es gibt einige Waschprogramme, die auf nahezu jeder Waschmaschine zu finden sind. Diese Programme gehören zum Standard und sollten daher gar nicht infrage gestellt werden. Sie sind meistens sowieso bei fast jedem Hersteller zu finden. Dazu zählen die Programme:

  • Vorwäsche: Wenn die Wäsche besonders stark verschmutzt ist, sollten Sie die Feinwäsche anschalten. Kleidungsstücke werden somit vorbehandelt, um die Waschleistung zu verbessern. Auch bei großen Textilien, beispielsweise bei Gardienen und Vorhängen, kommt eine Vorwäsche oft zum Einsatz. Eine Vorwäsche ist nicht mit einem normalen Waschen zu vergleichen und ersetzt diesen Gang auch nicht. Oftmals lässt sich die Vorwäsche nicht mit jedem Programm kombinieren. In den meisten Fällen lässt sie sich allerdings bei der Koch- und Buntwäsche, bei Fein- und pflegeleichter Wäsche aktivieren.
  • Koch- und Buntwäsche: Wenn Sie Kleidung waschen, bei denen es wichtig ist, dass Bakterien getötet werden, ist ein Waschgang für Koch- und Buntwäsche genau das Richtige. Hier sind bis zu 95 Grad möglich, allerdings sollten Sie in jedem Fall auf die Kennzeichnung der Textilien achten. Für eine leichte Verschmutzung bietet sich in diesem Programm die Kurzwäsche an, die meistens nur mit maximal 60 Grad läuft. Gerade bei hohen Temperaturen sollten Sie immer darauf achten, dass der Waschgang für diese Art von Kleidung geeignet ist und dass Sie möglichst gleichfarbige Wäsche waschen, um Verfärbungen vorzubeugen.
  • Pflegeleicht: Wenn Ihre Blusen, aber auch Polyester-, Polyamid- oder Mischgewebe dieser Art verschmutzt ist, reinigen Sie es in der Regel mit dem Pflegeleicht-Programm. Wenn die Wäsche sehr stark verschmutzt ist, aktivieren Sie zusätzlich die Feinwäsche. Wenn nur eine sehr leichte Verschmutzung vorhanden ist, dürfte auch eine Kurzwäsche ausreichen, die bei 30 bis 60 Grad vorgenommen wird.
  • Feinwäsche: Bei feiner Wäsche, unter anderem Röcke, Kleider, aber auch Blusen oder Hemden, kommt die Feinwäsche zum Einsatz. Dieses Programm wäscht in der Regel bis maximal 40 Grad und wird auch häufig für Gardienen eingesetzt.
  • Wolle: Achten Sie bei diesem Waschgang darauf, dass das Material filzfrei ist. Ein Wollsiegel kennzeichnet echte Wolle, die Sie mit dem speziellen Wollprogramm reinigen sollten. Die Trommel sollte nicht zu stark gefüllt sein – wenn Sie einen Spülstopp aktiviert haben, dann achten Sie zudem darauf, dass die Wäsche nicht zu lange im Spülwasser verbleibt.
  • Seide: Wenn Sie Kleidung aus Leinen, Seide, Wolle oder Viskose besitzen, die nur per Handwäsche gewaschen darf, dann ist der Seidenwaschgang dafür geeignet. Ganz wichtig ist jedoch, dass Sie den Schleudergang komplett deaktivieren und für dieses Material nicht anwenden.

Weitere Programme

Neben den genannten Standard-Programmen bieten Hersteller wie Bosch, Miele, AEG und Co. noch viele weitere Programme, die optional je nach Modell mit von der Partie sind. Dies sind unter anderem:

Programm Hinweise
Spülen und Schleudern Mit dieser Wäsche stärken oder aber spülen Sie die Wäsche besonders weich und schleudern Sie danach sehr intensiv.
Schleudern Dieser Waschgang schleudert die Wäsche separat – wie es bei einem normalen Koch- und Buntwäsche-Programm der Fall wäre.
Schonschleudern Auch hier können Sie den Schleudergang einzeln aktivieren, allerdings ist das Schonschleudern speziell für Wolle geeignet.
Abpumpen Bei diesem Waschgang wird nicht geschleudert, sondern das Wasser stattdessen aus der Waschmaschine gepumpt. Wenn Sie beispielsweise Wolle, Feinwäsche oder Pflegeleicht beenden wollen oder wenn Sie Wäsche vorzeitig herausgenommen haben, müssen Sie die Maschine abpumpen.
Energiesparen Viele Maschinen bieten Programme, die besonders energiesparend waschen. Oftmals handelt es sich nur um eine Funktion, die Sie separat zu anderen Waschgängen aktivieren können, um Energie einzusparen. Dadurch verlängert sich in der Regel die Waschzeit und häufig auch die Schleuderzahl.
Kurzprogramm Wenn die Zeit mal wieder knapp ist und Sie noch schnell eine Wäsche anmachen und das Kleidungsstück eventuell auf der Heizung trocknen wollen, dann kann ein Kurzprogramm sehr nützlich sein. Teilweise handelt es sich hierbei um ein eigenständiges Programm mit einer bestimmten Laufzeit. Alternativ gibt es Maschinen, bei denen Sie die Kurzwäsche extra aktivieren können, sodass sich die Gesamtlaufzeit je nach Waschgang verringert.
½-Programm Es gibt Maschinen, in denen dieses Programm verwendet wird, um den Wasserstand zu reduzieren. Ganz moderne Waschmaschinen arbeiten diesbezüglich aber mittlerweile mit einer Mengenautomatik. Das bedeutet, dass Sie nicht mehr händisch aktivieren müssen, dass nur die Hälfte der Maschine beladen ist. Stattdessen misst das Gerät selbstständig, wie voll die Waschmaschine ist und passt den Wasserstand entsprechend an die Ladung an
Einweichen Wie der Name schon sagt, ist dieser Waschgang nur dafür da, um Wäsche vor dem eigentlichen Waschgang einzuweichen. Dafür wird die Maschine aufgeheizt (meist bis maximal 40 Grad) und die Wäsche für ein oder zwei Stunden eingeweicht.
Hemden und/oder Blusen Wenn die Maschine ein spezielles Programm für Hemden und Blusen vorweist, dann ist die Waschzeit relativ kurz und eine Knitterbildung wird verringert. Auf diese Weise soll es leichter sein, die feinen Stoffe nach dem Trocknen zu bügeln.
Gardienen Es gibt einige Waschmaschinen mit Gardienen-Programm, welches auch sehr schonend funktioniert und sich an die Tatsache anpasst, dass Gardienen – im Vergleich zu mehreren kleinen Wäscheteilen – sehr schwer und groß sind.
Sportwäsche Dieser Waschgang kann verschiedene Namen haben, da er nicht nur als Sportwäsche bekannt ist, sondern auch als Synthetics, Outdoor oder Mikrofaser. Wenn der Anteil an Mikrofaser sehr groß ist und die Beladung zudem sehr gering, dann waschen Sie mit diesem Programm relativ niedrig (kalt bis 40 Grad) und zudem ohne Weichspüler.
Jeans Damit Sie mit möglichst wenig Knitterfalten oder auch Weißscheuerungen leben müssen, ist dieser spezielle Gang für Jeanshosen, aber auch Jeanshemden oder Jeansjacken geeignet. Rückstände auf der Kleidung wird zudem durch einen extra Spülgang verhindert.
Kopfkissen Kopf- oder Bettdecken, die mit Federn, Daunen oder Synthetik-Füllung ausgestattet sind, benötigen ein spezielles Waschprogramm. Sie können das Programm unterstützen, indem Sie einen Tennisball in die Waschtrommel geben, der vor allem Daunenkissen wieder wundervoll flauschig macht.
Sportschuhe Einige Waschmaschinen sind in der Lage, auch Sportschuhe perfekt zu waschen, die aus Baumwolle oder Synthetik bestehen.
Dessous Nicht nur für Seide, sondern generell für Dessous bieten einige Modelle ebenfalls angepasste Programme. Bei diesem Waschgang steigt die Temperatur nicht höher als 30 Grad und das Schleudern erfolgt zudem mit der kleinsten Drehzahl. Außerdem sorgt dieser Waschgang dafür, dass die Wäsche – vor allem auch Satin – nicht so sehr verknittert.
Auffrischen Wenn Sie zwischendurch und in nur sehr geringer Beladung ein paar Wäschestücke auffrischen wollen, die nur ganz leicht verschmutzt sind, dann bietet dieser Waschgang die Lösung. Meistens läuft er nur ca. 20 Minuten bei 30 Grad.
Leichtbügeln Entweder als einzelnes Programm oder als Extra-Option ist dieser Gang dafür geeignet, Wäsche zu waschen, die knitterarm bleiben sollte. Wichtig hier ist, dass die geringe Füllmenge von ca. einem Kilogramm beachtet wird.
Allergiker Dieses Programm nennt sich entweder Allergiker, oder auch Hygiene oder Sensitive. Es ist dafür gedacht, Mikroorganismen zu beseitigen. Hierfür ist die Temperaturhaltezeit verlängert. Extra-Spülgänge sorgen außerdem dafür, dass keine Waschmittelreste zurückbleiben und dass die Kleidung u.a. auch von Pollen befreit wird.
Imprägnieren Einige wenige Modelle sind dazu in der Lage, Wäsche zu waschen und sie dabei gleichzeitig zu imprägnieren. Hierfür wird ein wenig Imprägniermittel im den Spülwaschgang eingezogen, um die Schmutz- und Wasserabweisenden Funktionen der Kleidungsstücke zu erneuern.
Flecken Wenn die Wäsche besonders verschmutzt ist, dann ist dieses spezielle Flecken- oder auch Intensiv-Programm sehr gut geeignet. Oft handelt es sich auch nur um eine Intensiv- oder Fleckentaste, die Sie aktivieren, wenn die Wäsche hartnäckige Verschmutzungen aufweist. So kann beispielsweise Fleckensalz zum Waschgang dazugegeben werden, um Wein- Blut- und andere Flecken zu entfernen.

Zwar haben wir mit Sicherheit noch nicht alle Waschgänge beschrieben, die die Hersteller zu bieten haben, doch eine große Anzahl an Möglichkeiten wurden Ihnen vorgestellt.

Tipp! Fakt ist, dass Sie bei der Kaufentscheidung für eine neue Waschmaschine viele verschiedene Programme zur Auswahl haben. Am besten entscheiden Sie ganz individuell, welche Waschgänge für Sie am wichtigsten sind, da Sie diese für Ihre Wäsche häufig verwenden würden.

Vor- und Nachteile der vielen Waschmaschinen-Programme

  • Sie haben für jeden Bedarf das richtige Programm
  • auch günstige Modelle bieten eine große Programmvielfalt
  • bei einer unzureichenden Bedienungsanleitung fehlt der Überblick

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