Wasserschaden durch eine ausgelaufene Waschmaschine

Tectake WaschmaschinenWenn es in der Wohnung oder im Haus zu einem Wasserschaden kommt, dann ist jede Minute wichtig. Schnelles und überlegtes Handeln ist das A und O. Informieren Sie sich daher vorab in unserem Ratgeber, was zu tun ist und was Sie beachten sollten, sofern Sie wirklich mal in die Situation kommen, dass bei Ihnen eine Waschmaschine ausläuft. Auch die rechtliche Frage, wer den Wasserschaden finanziell übernehmen muss, wird in diesem Ratgeber geklärt.

Die ersten Maßnahmen

Wasserschaden durch eine ausgelaufene WaschmaschineKommt es bei Ihnen zu einem Wasserschaden, so sollten Sie nicht lange überlegen, mit welchen Handtüchern Sie damit beginnen, das Wasser wegzuwischen. Stattdessen ist es für den Anfang am wichtigsten, die weitere Wasserzufuhr zu stoppen.

Hierfür müssen Sie den Haupthahn, der für das Wasser im Gebäude zuständig ist, abdrehen. Wenn Sie nicht gerade in Ihrem eigenen Haus wohnen, dann müssen Sie sich unverzüglich an den Eigentümer oder die Hausverwaltung wenden.

Auch die Nachbarn müssen über den Wasserschaden informiert werden, da es sein kann, dass Feuchtigkeit in die Wände und Decken dringt und es auch bei angrenzenden Wohnungen zu Wasserschäden kommt.

Wichtig: Führen durch den jeweiligen Bereich, der vom Wasserschaden betroffen ist, Stromleitungen, dann nehmen Sie am besten auch die Sicherung heraus.

Den Schaden beseitigen

Wenn die ersten Maßnahmen erledigt sind, geht es nun darum, den Schaden möglichst zügig zu beseitigen. Wenn hiermit zu lange gewartet wird, kann es dazu kommen, dass

  • das Mauerwerk beschädigt wird
  • das Wasser durch die Decke dringt
  • eine zu hohe Raumschwüle einsetzt.

Räumen Sie die Möbel und Gegenstände möglichst vollständig weg und dokumentieren Sie zudem den Schaden. Saugen Sie sämtliches Wasser vom Boden auf, wringen Sie Handtücher und Weiteres in der Badewanne aus und versuchen Sie, das Wasser schnellstmöglich vom Boden zu entfernen.

Wenn nur noch Restfeuchte vorhanden ist, sollten Sie den Boden möglichst gründlich wischen, damit Wasserflecken oder kleine Pfützen nicht auf dem Boden zurückbleiben. Informieren Sie nach Beseitigung (und Dokumentation!) des Schadens unverzüglich Ihre Gebäudeversicherung. Das gilt entweder für Sie, wenn Sie selbst Hauseigentümer sind – oder für Ihren Vermieter, dem das Haus gehört.

Weitere Probleme

Je nach Situation kann es sein, dass Sie den Wasserschaden möglicherweise nicht sofort bemerken. Wenn der Schaden bereits größer ist und das Wasser beispielsweise ins Mauerwerk gedrungen ist, dann hilft es nichts, nur den Boden vom Wasser zu befreien und zu wischen.

Stattdessen sollten ein Bautrockner und Heizlüfter zum Einsatz kommen, um die Feuchtigkeit aus der Wand, Decke und dem Boden zu ziehen. Auf diese Weise kann Schlimmeres unter Umständen verhindert werden. Wenn die Feuchtigkeit nicht entfernt wird, ist die Gefahr groß, dass es zur Schimmelbildung kommt. Das wiederum würde weitere Kosten nach sich ziehen, da für die Beseitigung von Schimmel im Mauerwerk in jedem Fall ein Fachmann benötigt wird.

Kleiner Tipp: Wenn Sie einen Bautrockner einsetzen, um die Feuchtigkeit zu entziehen, müssen Sie mit erhöhten Stromkosten rechnen. Rufen Sie am besten bei Ihrem Stromversorger an und informieren Sie ihn über die Situation. Unter Umständen kann es sonst sein, dass Sie schlichtweg eine höhere Abschlagszahlung leisten müssen, wenn der erhöhte Stromverbrauch nicht erklärt wird.

Wer den Schaden finanziell übernehmen muss

Art der Versicherung Hinweise
Gebäudeversicherung Wenn Sie Mieter in einer Wohnung sind, dann greift in der Regel die Gebäudeversicherung, die vom Eigentümer abgeschlossen wurde. Hierbei kommt es allerdings darauf an, wie der Schaden verursacht wurde.
Haftpflichtversicherung Wenn es sich bei einem Wasserschaden um ein geplatztes Rohr handelt, dann können Sie dafür in der Regel nichts. Wenn jedoch die Waschmaschine in der Wohnung ausgelaufen ist, dann ist das stattdessen ein Fall für Ihre Haftpflichtversicherung.

Die Haftpflichtversicherung kommt zudem auch für die Schäden auf, die eventuell aufgrund des Wasserschadens bei Ihren Nachbarn aufgetreten sind.

Hausratversicherung Geht es um Einrichtungsgegenstände, die durch den Wasserschaden beschädigt wurden, dann informieren Sie sich bei Ihrer Hausratversicherung, ob diese die Schäden übernimmt.

Wichtig: Achten Sie gut auf die Details im Mietvertrag, wenn Sie in eine Wohnung ziehen. Es gibt Verträge, in denen Vermieter ausdrücklich darauf hinweisen, dass Waschmaschinen nur (!) im dafür vorgesehenen Waschkeller platziert werden dürfen. Wer trotz des Verbots eine Waschmaschine in der Wohnung aufstellt und diese in Betrieb nimmt, kann größere Probleme bekommen – erst recht, wenn dann wirklich der Fall eines Wasserschadens auftritt.

Wenn es um die Frage geht, ob die Versicherung des Vermieters oder die des Mieters für den Schaden aufkommen muss, sollte betrachtet werden, wie es zu dem Schaden gekommen ist. Wenn eine sachgemäße Nutzung der Waschmaschine vorliegt und es wirklich ein rein technisches Problem war, dann sollte die Hausratversicherung in der Regel anstandslos zahlen.

Tipp! Wenn Sie jedoch gegen die Sorgfalts- und Obhutspflicht verstoßen haben, dann ist die Sachlage zumindest strittig. Da wir eine Waschmaschine wohl kaum für drei Stunden beobachten, ist das Problem häufiger strittig.

Wenn eine Waschmaschine dagegen ausläuft, obwohl sie nicht in Betrieb ist, beispielsweise weil Sie den Hahn nach dem Waschgang nicht zugedreht haben, dann ist es in den Augen der Versicherung Ihr Verschulden. Wer eine Waschmaschine besitzt, die mit der AquaStop-Funktion arbeitet, kann dieses Problem schon einmal komplett ausschließen.

Vor- und Nachteile einer Versicherung im Schadensfall

  • springt im Schadensfall ein
  • Sie müssen die Reparatur nicht selbst zahlen
  • einige Versicherungen verlangen einen Eigenanteil

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