Waschmaschine entkalken – Warum, wie und wann?

entkalker-waschmaschine Kalk kann einer Waschmaschine schnell zusetzen und ihre Leistungsfunktion negativ beeinträchtigen. Wer nichts gegen die Kalkablagerungen an Heizstäben, Schläuchen, Wäschetrommel und verschiedener Kleinteile unternimmt, muss im schlimmsten Fall mit einem Totalschaden des Gerätes rechnen. Aber auch ein erhöhter Stromverbrauch sowie geringe Waschwirkung sind Folgen und Anzeichen einer verkalkten Waschmaschine. Doch natürlich müssen Sie nicht tatenlos zu sehen, sondern Sie können handeln. In unserem Ratgeber zum Thema Waschmaschine entkalken, zeigen wir Ihnen, warum eine Entkalkung überhaupt zwingend erforderlich ist, wie und welche Mittel zum Entkalken geeignet sind und beantworten zudem die Frage, in welchen Zeitabständen Sie Ihre Maschine von Kalkablagerungen befreien sollten. Das hängt direkt mit der Wasserhärte in Ihrem Wohngebiet zusammen.

Warum Waschmaschine entkalken?

heizstab-kalkEs gibt mehrere plausible Gründe, warum Sie regelmäßig Ihre Waschmaschine entkalken sollten. Dabei denken aber viele Verbraucher, dass sich die Maschine automatisch bei jeder Wäsche reinigt, was aber natürlich nicht der Fall ist. Vielmehr ist mit zunehmenden Kalkablagerungen zu rechnen, je häufiger die Waschmaschine in Betrieb genommen wird. Doch welche Folgen haben verkalkte Heizstäbe, Schläuche und Co.? Warum sollte die Waschmaschine entkalkt werden?

  • Da wäre zum einen der optische Aspekt, denn eine verkalkte Waschmaschine sieht schrecklich unhygienisch aus. Sie werden garantiert wenig Freude verspüren, Ihre Wäsche in einer verkalkten Trommel zu waschen.
  • Zudem leidet die Waschwirkung und die Waschmaschine wird nicht mehr die gewohnten Ergebnisse bei der Säuberung und Reinigung Ihrer Wäsche erzielen. Zugleich sorgt eine nachlassende Waschleistung dafür, dass Sie mehr Waschmittel benutzen werden, um die gleiche Reinheit und Sauberkeit zu erreichen, wie bei einer nicht verkalkten Maschine.
  • Durch das Entkalken verlängert sich die Lebensdauer der Waschmaschine.
  • Kalkablagerungen in der Waschmaschine lassen den Stromverbrauch beim Wäschewaschen deutlich ansteigen. Ein unnötiger Energieverbrauch und zugleich auch Geldverschwendung. Allein eine Kalkschicht von 5 mm auf den Heizstäben der Waschmaschine lassen den Stromverbrauch um 30 Prozent steigen. Denn durch den Kalk können die Heizstäbe nicht mehr effizient arbeiten, was sich natürlich negativ auf die Erhitzung des Wassers bis zur gewünschten Temperatur auswirkt.
  • Zu viel Kalk kann einen Wasserschaden verursachen. Denn Schläuche, Verschlüsse und viele andere Kleinteile der Waschmaschine sind aus Kunststoff gefertigt und werden durch den Kalk porös und können gänzlich kaputt gehen.
  • Zu viel Kalk kann im schlimmsten Fall zum Totalschaden der Waschmaschine führen. Vor allem wenn durch den Wasserschaden auch die Elektronik des Gerätes betroffen wird. Hier müssen Sie dann wohl oder übel einen Neukauf tätigen.

Waschmaschine entkalken: Hausmittel vs. Entkalker

Viele Verbraucher, die noch nie ihre Waschmaschine entkalkt haben, stehen zwangsläufig vor der Frage: Wie kann ich meine Waschmaschine überhaupt entkalken? Für die Entkalkung der Waschmaschine können Sie sowohl klassische Hausmittel wie Zitronen- oder Essigsäure verwenden oder aber Sie greifen auf spezielle Reinigungsmittel zurück. Diese Entkalker gibt es als Tabs, in flüssiger oder aber auch pulverisierter Form. Beide Varianten – Hausmittel und professionelle Entkalker – haben ihre Vorteile und Nachteile.

Waschmaschine entkalken mit Hausmitteln

  • Viele Haushalte schwören bei der Entkalkung auch heute noch auf die klassischen Hausmittel. Dabei sollten Sie aber bedenken, das Zitronensäure und Essigsäure sehr aggressive Säuren sind und der Umgang für die Waschmaschinen durchaus mit einem Risiko verbunden ist.
  • Zwar sind die Säuren in der Lage, den Kalk bzw. die Kalkschicht in der Waschmaschine zu lösen, doch zugleich können die natürlichen Entkalker auch kleine Komponenten und empfindliche Kleinteile der Maschine wie beispielsweise Dichtungen angreifen und zerstören.
  • Daher ist beim Gebrauch von Zitronensäure und Essigsäure als Entkalker stets große Vorsicht geboten. Eine Überdosierung ist zwingend zu vermeiden. Die Dosierung sollte sich an der Größe der Waschmaschine orientieren, wobei es aber für die richtige Menge keine Vorgaben gibt. Hier werden nur Erfahrungswerte helfen. Notfalls lautet aber das Motto: Lieber weniger Säure verwenden, dafür den Vorgang öfter wiederholen.
  • Empfehlung zum Waschmaschinen Entkalken mit Hausmitteln: Geben Sie eventuell 200 mm Essigessenz oder 7 bis 8 Esslöffel Zitronensäure-Granulat direkt in die Trommel der Maschine. Im Anschluss wird die höchste Waschtemperatur eingestellt und die Maschine durchläuft ohne Wäsche einen kompletten Waschgang. Verfügt die Waschmaschine über eine Pausen-Funktion, sollten Sie diese nachdem das Wasser aufgeheizt ist, betätigen und das Gerät für ein bis zwei Stunden im Stand-by-Modus lassen. Auf diese Weise kann die Säure gut einwirken und ihre entkalkende Wirkung bestens entfalten.

Tipp! Auch wenn Essig einen starken Entkalkungseffekt hat, sollten Sie besser zur Zitronensäure greifen. Denn Essig kann einen beißenden Geruch verbreiten, der sich auch auf die frischgewaschene Wäsche übertragen kann und die Wäsche stinkt. Zudem greift Zitronensäure anders als Essig auch nicht Gummi oder Silikon an und außerdem wird ein angenehm frischer Duft verbreitet.

Waschmaschine entkalken mit Entkalker

  • Im Handel gibt es für die Entkalkung der Waschmaschine natürlich auch spezielle Reiniger. Das ist zwar teurer als die klassischen Hausmittel, dafür ist diese Variante bequemer und professioneller.
  • Waschmaschinen Entkalker werden als Pulver, Tabs oder in flüssiger Form angeboten und es gibt Sie in großer Auswahl und breiter Preisspanne in Drogerien, Supermärkten und natürlich auch im Internet zu kaufen.
  • Vorteil: Die Dosierung mit einem richtigen Entkalkungsmittel ist wesentlich einfacher und exakter als mit den genannten Hausmitteln und zudem sind sie geruchsneutral. Die Anwendung mit diesen Reinigungsmitteln ist deutlich leichter, zumal auch genau erklärt wird, wie und wo der Entkalker in der Waschmaschine angewendet werden sollte.
  • Nachteil: Neben dem höheren Preis sind Entkalker auch weniger umweltschonender als Essig oder Zitronensäure

Sollten Sie weder einen Waschmaschinen Entkalker noch Zitronensäure oder Essigessenz vorrätig haben, können Sie alternativ auch einen Entkalker für Spülmaschinen verwenden. Das Mittel sollten Sie ebenfalls in die Waschmaschinentrommel geben und die Maschine einmal auf Höchsttemperatur durchlaufen lassen. Das Ergebnis wird eine saubere und kalkfreie Waschmaschine sein.

Wie oft Waschmaschine entkalken?

Die Frage nach der Häufigkeit der Waschmaschinen Entkalkung hängt direkt mit dem Härtegrad des Wassers in Ihrem Wohngebiet zusammen. Der Härtegrad bezeichnet den Kalkanteil, der von Natur aus im Wasser enthalten ist. Dieser Kalkanteil unterliegt sehr starken regionalen Schwankungen. Während manche Regionen in Deutschland ein sehr weiches Wasser haben – es enthält sehr wenig Kalk – kann das Wasser in anderen Gegenden sehr kalkhaltig sein. Kalkhaltiges Wasser wird als hart bezeichnet.

Tipp! Um den Wasser Härtegrad Ihres Wohngebiets in Erfahrung zu bringen, können Sie sich eventuell an den örtlichen Wasserversorgen oder das Umweltamt wenden. Alternativ bietet sich ein Blick ins Internet an, wo Sie auf entsprechenden Seiten ebenfalls kostenlos Auskunft bekommen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass ein Härtegrad von 4 oder weniger für weiches, also kalkarmes Wasser steht.

Hier reicht es aus, wenn die Waschmaschine einmal im halben Jahr entkalkt wird. Hat das Wasser hingegen eine Kalkstufe von 7, dann ist das Wasser sehr hart, also sehr kalkhaltig. In diesem Fall sollten Sie bei jedem Waschgang einen Entkalker in die Maschine geben. Darüber hinaus empfiehlt sich einmal pro Jahr eine Vollreinigung, bei der Sie auch die Waschmaschine entkalken. Folgende Übersicht verdeutlicht noch einmal:

Härtegrad Hinweise
Härte von bis 2,5 Hat das Wasser eine Härte von bis 2,5, dann ist es sehr weich und Sie müssen so gut wie keine Ablagerungen befürchten. Neben dem normalen Waschmittel werden keine zusätzlichen Entkalker benötigt. Wir empfehlen Ihnen zum Wohle der Waschmaschine
Härte zwischen 2,5 bis 4 Hat das Wasser eine Härte zwischen 2,5 bis 4, dann ist es mittel bis hart und die Verkalkung fällt stärker aus. Bei einem Härtegrad von unter 4 ist es ausreichend, wenn die Maschine einmal im Halbjahr entkalkt wird.
Härte von über 4 Hat das Wasser eine Härte von über 4, dann ist es sehr hart und Sie sollten entsprechende Maßnahmen ergreifen, damit Kalk sich erst gar nicht ablagern kann. Experten empfehlen bei einem Wert von 7 oder mehr bei jedem Waschgang einen Entkalker in die Maschine hinzu zugegeben – egal ob nun als Tab oder Pulver. Aber auch bei einer Wasserhärte zwischen 4 bis 7 sollten Sie regelmäßig einen Entkalker zum Waschgang geben.

Kommentare und Erfahrungen

  1. Herbert am 8. Juni 2016

    Ja genau, danach ist die Trommel kaputt. Super ärgerlich

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